Wut der VerzweiflungAlexander Rossa 2007 Wolkenverhangen sind sie, die Berge, weit entfernt, am Horizont. Gleich gewaltiger Riesen, in weiße Watte gehüllt, liegen sie dort. Als würden sie schlummern, träumen, von einer vergangenen Zeit. Auch ich bin in meine Träume versunken, die Gedanken weit weg. Will mich nicht mehr grämen, nicht suchen, den Sinn meines Seins. Blei in meinem Kopf wiegt schwer, ewig an den Körper gebunden. Abstreifen das hakende Kleid, gewebt aus Verzweiflung und Angst. Ja, das will ich, für ewig frei und unbekümmert sein, nur noch leben!
Doch wenn ich dann auf dem Boden sitze, in der Ecke, alles dunkel, sehe keine weiten Berge, keine grünen Hügel, niemals weiße Watte, dann sind sie alles, was da ist, der Gram, die Suche, die Gedanken. Sie sind stets der Kern meines Lebens, auch wenn ich ihn nicht mag. Lausche meiner zitternden Stimme, meinem Flehen, dem leisen Weinen. Verzweiflung ist es nicht, nur das Greifen, nach diesen Sternen in mir. Glitzern schön, funkeln wunderbar, und letztlich doch so weit entfernt. Was würde ich geben, einmal nur in ihrer Nähe zu sein, in ihrem Licht!
Entfachtes Feuer der Hoffnung, die lodernde Glut, sprüht in den Himmel. Sagenhaftes Wesen, mir gegenüber, zauberhaft schön, blickt es mich an. Der Held mit triefendem Schwert, er kämpft, vertreibt üblen Gram in mir. Mit stählerner Hand gegen den bleiernen Drachen, tief in meinem Herzen. Ein Feldzug, gegen Verzweiflung und Angst, ein wahrer Ritter ganz vorn. Eine wahre Schönheit unter glänzender Rüstung, nur für mich, welch' Glück. An meiner Seite mich zu schützen, die Liebe, als Reiter auf schlankem Roß. Ja, ohne dich, ich wäre auf ewig verloren, vergessen, im finsteren Verließ!

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