Das WeltgesichtAlexander Rossa 2007 Weltgesicht, so bist Du, was ich gesehen habe, nur ein Gesicht meiner Augen. So ist die Welt für mich alles Materielle, alles zu sehen, begreifbar und fest. Doch wer bin ich, die Welt begreifen zu wollen, obszön, grotesk, unbotmäßig? Alles was da ist, was ich bin, begreifen will und alles, was in mir zu fühlen ist. Ich bin ein Mensch, ein bizarres Konstrukt aus alle dem, mit dem und in dem, was ich in meinem Geiste begreifen möchte. Ein ständiger Prozess, immer aktiv und ohne Befriedigung, niemals, und immer rastlos und doch gelähmt und starr.
Weltgesicht, so bist Du, was ich nicht gesehen habe, eine Ahnung meines Herzens. So ist die Welt für Sie alles Immaterielle, alles zu spüren, unbegreiflich und weich. Doch sind es Sie, die Welt erspüren wollend, alles zu fühlen, elegant und grazil? Alles was da ist, was Sie sind, spüren wollen und alles, was in ihnen zu erahnen ist. Sie sind die Schatten, wohl nur eine vage Ahnung aus alle dem, mit dem und in dem, was sie in ihrem Geiste zu erspüren trachten. Ein ständiger Prozess, immer aktiv und ohne Befriedigung, niemals, und immer rastlos und doch so unendlich frei und sanft.
So können Sie nicht in unsere Welt blicken, das Materielle, Feste und das Greifbare, und ich kann nicht in ihre Welt blicken, das Immaterielle, Weiche und nicht Fassbare. Aber dennoch sind Sie und ich da, nie alleine, immer zusammen, für alle Ewigkeit. Ohne Unterlass, auf der Suche nach einenden Pfaden und dem Ende der Einsamkeit. Wir spüren uns und sehen mit unseren Herzen in ihre Gesichter und wenden uns ab. Schmerzhaft herzzerreissend, ihre unbeachtete Freude, die Liebe, die in uns erkaltet. Eine endlose Suche, eine wohl ewige Qual, das Weltgesicht endlich zu einen können.

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