Apfel, der(der gute alte Malus) Im Altertum, auch bei den Germanen, galt der Apfel als Symbol der Liebe, der Fruchtbarkeit, Jugendkraft und Schönheit. Man sollte einen Apfel so schälen, dass die Schale nicht abriss. Warf man dieses Band dann über die Schulter, so hoffte man, aus der auf dem Boden liegenden Schale den Anfangsbuchstaben des Namens des künftigen Lebenspartners erkennen zu können. Häufig war dieses Orakel an bestimmte Zeiten gebunden.
Eine Frau sollte schöne Kinder bekommen, wenn sie während ihrer Schwangerschaft viele Äpfel aß. Gegen Fieber wurde der Verzehr eines mit Pfefferkörnern gespickten Apfels empfohlen. Der Gedanken an den den am Heiligen Abend oder an Neujahr gegessenen Apfel helfe, den richtigen Weg wiederzufinden, wenn man sich im folgenden Jahr verirrte.
Auch einem guten Gedächtnis sollte der Genuss von Äpfeln dienlich sein. Andererseits galt auch, dass man so viele Geschwüre im Jahr bekommt, wie man am Neujahrestag Äpfel gegessen hat.

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